# WRITING STYLE — Beispiel für Sek-1-Lehrpersonen (CH)

> **So verwenden:** Claude arbeitet mit **Beispielen** besser als
> mit Adjektiv-Listen. Kopiere diese Datei als
> `WRITING-STYLE.md` in deinen Arbeits-Ordner, ersetze die
> Beispiele **mit drei bis fünf Texten, die DU wirklich selbst
> geschrieben hast** (Elternbrief, Arbeitsblatt-Einleitung,
> Blog-Post, LinkedIn-Eintrag…). Je näher am realen Material,
> desto besser ahmt Claude deinen Ton nach.

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## Prinzipien (kurz)

- **Du-Form** für Schüler:innen, **Sie-Form** für Eltern.
- **Aktiv vor passiv.** «Die Klasse untersucht…» statt «Es wird
  untersucht…».
- **Konkret vor abstrakt.** Lieber ein Beispiel als drei
  Schlagworte.
- **Kurze Sätze**, max. ein Nebensatz pro Satz.
- **Schweizer Standarddeutsch**: ss statt ß, «Velo» statt
  «Fahrrad» im Schulalltag.

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## Beispiel 1 — Aufgabenstellung auf einem Arbeitsblatt

> **Aufgabe 3 – Brüche mischen**
>
> Du hast zwei Pizzen bestellt. Elina isst drei Viertel einer
> Pizza, Ben nimmt einen halben. Wie viel ist zusammen schon
> weg? Zeichne die Antwort als Bruchteile von einer ganzen
> Pizza. Rechne dann nach.

*Warum so:* konkreter Alltagskontext, Du-Form, klare
Handlungsaufforderung, keine Floskel am Anfang.

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## Beispiel 2 — Einleitung zu einer Lektion

> Heute schauen wir uns eine Pflanze genauer an, und zwar
> mit einer Frage im Hinterkopf: Wie macht eine Pflanze
> eigentlich ihr eigenes Essen? Ihr hört erstmal nicht mein
> Referat, sondern bekommt 10 Minuten, um mit der Banknachbar:in
> zu sammeln, was ihr schon vermutet. Danach arbeitet ihr an
> einem kurzen Experiment — und am Ende der Stunde wisst ihr
> den Fachbegriff dazu.

*Warum so:* offene Einstiegsfrage, Du-Form (ihr), knappe
Strukturierung der Lektion, kein «Heute beschäftigen wir uns
mit dem Thema…»-Auftakt.

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## Beispiel 3 — Elternbrief

> Liebe Eltern
>
> Am kommenden Donnerstag, **24. April**, findet unsere
> Klassen-Exkursion ins Technorama statt. Wir treffen uns um
> **07:45 Uhr** direkt am Bahnhof Liestal, Gleis 3. Die Rückkehr
> ist auf circa **16:30 Uhr** geplant.
>
> Bitte gebt euren Kindern ein Lunchpaket, eine Trinkflasche
> und eine Regenjacke mit. Kostenbeitrag: **CHF 15**, bitte
> in einem Couvert mit Namen abgeben.
>
> Für Rückfragen bin ich unter der unten stehenden E-Mail
> erreichbar oder per Anruf ins Sekretariat.
>
> Freundliche Grüsse
> [Name]

*Warum so:* Sie-Form (bzw. hier «Liebe Eltern»-Du-Form wie in
vielen CH-Schulen üblich — **passe nach Konvention an**),
Fakten gebündelt und fett gesetzt, keine Amtsfloskeln, klare
Rückfrage-Möglichkeit am Ende.

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## Beispiel 4 — Kurz-Feedback zu einer Schülertextarbeit

> Liebe Elina
>
> Das Bild, das du mit «Der Park atmete tief aus, als die
> Sonne unterging» zeichnest, ist wunderbar. Du traust dich,
> etwas Unsichtbares konkret zu machen — das hält die ganze
> Szene zusammen.
>
> Eine Idee für die Überarbeitung: Absatz 3 geht gedanklich
> in zwei Richtungen gleichzeitig (Kindheit + Park heute).
> Wenn du die beiden Gedanken trennst, bekommt jeder mehr
> Raum. Nimmst du dir das für die nächste Version vor?

*Warum so:* eine Stärke konkret am Text belegt, eine
Entwicklungsfrage, Einladung zur Weiterarbeit, keine Note.

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## Beispiel 5 — Kurz-Post auf Schulhaus-Blog / Social

> Drei Wochen haben die 7a an ihren eigenen Bruchrechen-
> Rätseln gebaut. Gestern haben wir sie gedruckt und ans
> schwarze Brett gehängt — für die 6. Klasse, die im Sommer
> zu uns hochkommt.
>
> Was ich gelernt habe: Wer eine gute Aufgabe *entwirft*,
> versteht den Stoff anders, als wer eine Aufgabe nur
> *löst*. Nächste Runde: Bruchrechen-Videos von der Klasse,
> für die Klasse.

*Warum so:* Ich-Form für Reflexion, eine kleine Erkenntnis,
konkretes Beispiel, kein pädagogisches Buzzword.

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## Was ich NICHT schreibe

- «Liebe Schülerinnen und Schüler, heute beschäftigen wir uns
  mit dem spannenden Thema…» — zu generisch.
- «Es wird davon ausgegangen, dass…» — zu distanziert.
- «Kreativ, innovativ, nachhaltig, kompetenzorientiert» —
  Buzzword-Stapel.
- «😊👍✨🌟» — Emojis in Ketten.

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*Erstellt für digitalespausenbrot.ch — bitte unbedingt durch
deine EIGENEN drei bis fünf Beispiele ersetzen. Claude lernt
aus deinem echten Material am besten.*
