Vom Prompt zur Mini-App: Vier Wege, eigene Lern-Apps zu bauen

· KI im Unterricht · Vibe Coding · Apps

Vorschau-Bild zum Beitrag: Vier Wege, mit KI eigene Lern-Apps zu bauen

Vibe Coding für Lehrpersonen

Du beschreibst einer KI in Alltagssprache, was du brauchst — und sie schreibt dir ein funktionierendes HTML-File, das man doppelklicken kann. Ein Quiz zur Fotosynthese. Eine Zeitleiste zur Schweizer Geschichte. Lernkarten zu den Berufsfeldern. Ein Pomodoro-Timer für Lernphasen. Vibe Coding nennt das Andrej Karpathy — Programmieren, ohne zu programmieren.

Für Lehrpersonen heisst das: Die Hürde, eigene kleine Lern-Apps zu bauen, ist gefallen. Was zählt, ist nicht die Code-Kompetenz, sondern die didaktische Idee dahinter.

Vier Wege im Vergleich

01 Im Chat (60 Sekunden). Du tippst «Bau mir ein Quiz zu …» in Claude oder ChatGPT, kopierst den HTML-Code, speicherst ihn als quiz.html und öffnest ihn im Browser. Sofort einsetzbar, läuft offline, kein Login.

02 Als Artefakt (im Browser). In Claude läuft das Quiz direkt im Chat-Fenster — du kannst es testen, anpassen lassen, per Link teilen. Kein Download nötig, gut für die schnelle Iteration im Plenum.

03 Lokal als HTML-Datei. Du speicherst das Artefakt als HTML, legst es in den OneDrive- oder iCloud-Ordner, gibst der Klasse den Link. Keine Server-Infrastruktur, keine Datenbank, kein Hosting-Aufwand — und du behältst die Datei, auch wenn der Chat weg ist.

04 Auf der eigenen Domain. Du legst die App auf GitHub, GitHub Pages publiziert sie unter deiner Schul-Subdomain. Persistent, professionell, integriert in dein bestehendes Material. Aufwand: einmal einrichten, dann jede neue App in Minuten online.

Faustregel

Erst die Lern-Idee, dann der Prompt. Wer mit der Frage «Was soll meine Klasse hier können?» startet, baut bessere Apps als wer mit «Bau mir irgendwas Cooles» startet. Die KI ist das Werkzeug — die Didaktik bleibt deine Aufgabe.

Den vollständigen Beitrag mit allen vier Wegen, konkreten Beispielen und einer Empfehlung pro Anwendungsfall liest du auf Substack.