KI-Deklarationsgenerator: Transparenz statt Misstrauen

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Sichtbar machen statt verstecken

KI ist im Unterricht nicht automatisch Betrug. Und sie ist auch nicht automatisch lernförderlich.

Entscheidend ist etwas anderes:

Wird sichtbar, was KI unterstützt hat und was die Schüler:in selbst geleistet hat?

Genau dafür habe ich den KI-Deklarationsgenerator gebaut.

Das Tool hilft Schüler:innen und Lehrpersonen, aus wenigen Angaben eine klare, verständliche und differenzierte Deklaration der KI-Nutzung zu erstellen. Nicht als formale Pflichtübung. Sondern als didaktisches Werkzeug für Transparenz, Reflexion und faire Beurteilung.

Was eine gute Deklaration zeigt

Eine gute KI-Deklaration sagt nicht nur: «Ich habe ChatGPT benutzt.»

Sie zeigt genauer:

  • welches KI-Tool genutzt wurde
  • wofür KI eingesetzt wurde
  • was übernommen wurde
  • was verändert oder geprüft wurde
  • was verworfen wurde
  • welche Eigenleistung sichtbar bleibt
  • ob KI eher Ideenhilfe, Feedbackgeber, Sprachhilfe oder Autor war

Die zentrale Frage lautet:

Was war KI-Unterstützung — und was war deine eigene Leistung?

Warum ich nicht bei KI-Detektoren starte

KI-Detektoren versprechen Sicherheit, liefern im Schulalltag aber zu oft Scheinsicherheit. Die Forschung zeigt seit 2023, dass Detektoren je nach Textgruppe und Sprache anfällig für Fehlalarme sind. Besonders problematisch ist das bei mehrsprachigen Lernenden: Wer ohnehin sprachlich anders schreibt, wird schneller verdächtigt.

Darum ist der bessere Weg nicht Misstrauen am fertigen Produkt, sondern Transparenz im Arbeitsprozess. Eine gute Deklaration fragt nicht: «Ist das KI?» Sie fragt: «Welche Rolle hatte KI, was wurde geprüft, was wurde verworfen, was ist Eigenleistung?»

Was der Generator erzeugt

Aus wenigen Angaben entstehen:

  • eine Kurzdeklaration (für unten an Texte, Abgaben, Präsentationen)
  • eine ausführliche Deklaration (für Projektarbeiten oder Portfolios)
  • eine tabellarische Übersicht (welcher Schritt mit welcher KI-Rolle?)
  • Reflexionsfragen (für Schüler:innen)
  • ein Eigenleistungsprofil
  • ein Transparenz-Check (ist die Deklaration ausreichend?)

Für Lehrpersonen gibt es zusätzlich Hinweise zur Beurteilung, mögliche Rückfragen an Schüler:innen und Materialien für Workshops oder Fachschaften.

Schulmodus + Übungsbibliothek

Neu ist der Schulmodus: Schulen können eigene Deklarationsprofile auswählen oder formulieren — zum Beispiel für minimale Deklarationen, Projektarbeiten, beurteilungsrelevante Arbeiten oder KI als Coach, Feedbackgeber und Sprachhilfe.

Dazu kommt eine Übungsbibliothek mit guten und schlechten Beispieldeklarationen. Sie macht sichtbar, warum vage Sätze wie «Ich habe KI ein bisschen genutzt» nicht reichen — und wie eine bessere Deklaration aussehen kann.

Teil der KI-Didaktik-Tool-Suite

Der KI-Deklarationsgenerator ist Teil einer wachsenden KI-Didaktik-Tool-Suite. Jedes Tool stellt eine andere Leitfrage:

Alle Tools folgen derselben Grundidee:

KI-Didaktik braucht nicht mehr Kontrolle um der Kontrolle willen. Sie braucht bessere Aufgaben, klarere Reflexion und eine Sprache für Eigenleistung.

Datenschutzfreundlich

Der Generator funktioniert vollständig ohne Login, ohne Datenbank und ohne externe KI-API. Eingaben bleiben lokal im Browser. Keine Schülernamen, keine sensiblen Daten, keine Chatverläufe.

Für wen das Tool gedacht ist

  • Sek-1-Unterricht
  • Lehrpersonenweiterbildung
  • PH-Ausbildung
  • Fachschaften und PICTS
  • Schulen, die transparente KI-Regeln entwickeln möchten

Faustregel

KI-Nutzung soll nicht versteckt werden müssen. Aber sie muss verstehbar werden.

Der KI-Deklarationsgenerator ist ein Werkzeug genau dafür.

Quelle: Liang et al. (2023), GPT detectors are biased against non-native English writers, Patterns. sciencedirect.com

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Kostenlos, ohne Login, datenschutzfreundlich. Feedback nehme ich gern.