Einrichtung und erster Blick
Googles agentische IDE — für Lehrpersonen mit Programmierinteresse
⚠️ Für Lehrpersonen mit Programmier-Vorkenntnissen oder Informatik-Background. Ohne IT-Erfahrung bist du mit Cowork oder den Claude-/Gemini-Apps deutlich besser bedient – Antigravity ist eine vollwertige Entwicklungs-Umgebung.
Google Antigravity ist seit November 2025 Googles agentische IDE — ein Fork von Visual Studio Code, bei dem nicht du den Code schreibst, sondern du mit Agenten arbeitest, die Aufgaben autonom erledigen.
Die Grundidee:
- Du beschreibst eine Aufgabe in normaler Sprache («Baue eine interaktive Bruchrechnen-App mit 10 Aufgaben»).
- Ein Agent plant die Schritte, schreibt Code, testet ihn im Browser und liefert dir am Ende ein Artefakt.
- Du prüfst, genehmigst oder gibst Feedback.
Antigravity setzt auf Gemini 3 Pro als Standard-Modell, unterstützt aber auch Claude Sonnet 4.5 und OpenAI-Modelle. Für Einzelpersonen ist es kostenlos.

Antigravity läuft auf macOS, Windows und Linux — nicht nur auf Mac.
Schritt 1: Download
- Gehe auf antigravity.google/download.
- Wähle dein Betriebssystem – lade die passende Datei.
- Installiere wie jede andere Desktop-App.
Schritt 2: Google-Konto verbinden
Beim ersten Start fragt Antigravity nach deinem Google-Konto – damit wird dein Gemini-Kontingent genutzt. Im Free-Tier bekommst du ein «grosszügiges» (Google-O-Ton) monatliches Limit.
Schritt 3: Workspace wählen
Wähle einen leeren Ordner auf deinem Computer, z. B. ~/Code-Lehrer/experiment-1/. Dort entstehen alle Dateien, die die Agenten schreiben.

Antigravity ähnelt VS Code – mit zwei zusätzlichen Bereichen:
- Editor (Mitte): wie in VS Code – Code-Dateien, Syntax-Highlighting, Tabs.
- Agents-Panel (rechts): hier spawnst du Agenten, siehst ihre geplanten Schritte und genehmigst Aktionen.
- Artefakte-Bereich (unten/rechts): Agenten liefern «Artefakte» – zusammenhängende Resultate (Code, Browser-Screenshots, Analyse-Reports), die du reviewen kannst.
- Terminal (unten): wie gewohnt für direkte Befehle – Agenten nutzen es auch selbst.
Das Ungewohnte: Du schreibst selten Code. Du formulierst Aufgaben, liest Pläne, genehmigst Änderungen.

Probieren wir einen einfachen ersten Auftrag:
- Öffne dein Workspace und klicke im Agents-Panel auf «New Agent».
- Schreibe in die Eingabe:
Erstelle eine einfache HTML-Seite
hallo.html, die «Hallo Klasse 7a!» in grosser, zentrierter Schrift auf hellgelbem Hintergrund zeigt. - Der Agent zeigt dir einen Plan (z. B. 2 Schritte: Datei erstellen, Browser-Vorschau öffnen). Klicke Approve.
- Der Agent führt aus, öffnet den Browser-View und zeigt dir das Ergebnis.
- Genehmige (Keep) oder gib Feedback («Mach die Schrift grösser»).
Das war dein erster agentischer Workflow. Willkommen in Antigravity.

Quiz
1. Was unterscheidet Antigravity von einer normalen KI wie Claude oder ChatGPT?
- Antigravity ist nur für macOS verfügbar.
- Antigravity ist eine IDE, in der Agenten autonom Code schreiben, testen und Ergebnisse als Artefakte liefern.
- Antigravity ersetzt Google Chrome.
- Antigravity läuft nur im Browser.
Lösung anzeigen
Richtige Antwort: b) — Antigravity ist Googles agentische IDE (Fork von VS Code). Du beauftragst Agenten mit Aufgaben; sie planen, schreiben Code, testen ihn im Browser und liefern ein Artefakt. Das ist ein deutlicher Schritt über Chat-basierte Tools hinaus.
2. Welche Betriebssysteme werden von Antigravity unterstützt?
- Nur macOS.
- macOS und Windows.
- macOS, Windows und Linux.
- Nur Linux und ChromeOS.
Lösung anzeigen
Richtige Antwort: c) — Antigravity läuft cross-platform: macOS, Windows und Linux. Den Download findest du auf antigravity.google/download.
3. Welches KI-Modell nutzt Antigravity standardmässig?
- GPT-5.4
- Claude Sonnet 4.5
- Gemini 3 Pro
- Ein proprietäres Antigravity-Modell
Lösung anzeigen
Richtige Antwort: c) — Gemini 3 Pro (bzw. Gemini 3 Flash für schnellere Antworten) ist das Standard-Modell. Antigravity unterstützt zusätzlich Claude Sonnet 4.5 und OpenAI-Modelle als Alternativen.