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Rückmeldung fehlt in vielen KI-Tests.

Eine KI kann ihre Antwort erklären. Ob sie stimmt, wissen wir damit noch nicht.

Von Lucca Spohn · 2026-10-17

Infografik im Risograph-Stil: «Rückmeldung fehlt in vielen KI-Tests.» Grundlage sind 74 Studien zur Zusammenarbeit von Mensch und KI. 74 gleich grosse Blattsymbole sind in Zehnerreihen angeordnet; die letzte Reihe enthält vier Symbole. Zehn rote Symbole markieren Studien mit mindestens einer Versuchsbedingung, in der Menschen nach ihrer Entscheidung die richtige Antwort erfuhren. 64 blau-graue Symbole markieren Studien ohne solche Rückmeldung. Jedes Blatt steht für eine Studie, nicht für eine Person. Keine der 74 Studien verglich experimentell Feedback mit keinem Feedback. Die Grafik beschreibt eine Forschungslücke und belegt keine Unterrichtswirkung. Quelle: Berger et al., PNAS, 21. September 2026. Original-Logo von Digitales Pausenbrot unten rechts.
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Genau dieser Unterschied geht auch in der Forschung leicht verloren. Ein Team um Julian Berger hat 74 Studien zur Zusammenarbeit von Menschen und KI neu ausgewertet. Nur zehn enthielten eine Versuchsbedingung, in der Menschen nach ihrer Entscheidung die richtige Antwort erfuhren. Keine prüfte experimentell den Unterschied zwischen Feedback und keinem Feedback.

Das waren unterschiedliche Entscheidungsaufgaben, keine Sammlung von Schulversuchen. Die Auswertung zeigt also keine bewiesene Unterrichtswirkung. Sie macht eine Lücke sichtbar: Wir untersuchen, was Menschen mit KI leisten, geben ihnen aber oft wenig Gelegenheit, aus dem Ergebnis zu lernen.

Bei einer Unterrichtsaufgabe würde ich deshalb darauf achten: Wer eine KI-Antwort beurteilt, braucht anschliessend einen verlässlichen Abgleich. Etwa mit einer geprüften Lösung, die zeigt, wo man falsch abgebogen ist. Noch einmal dieselbe KI nach ihrer Begründung zu fragen, reicht dafür nicht.

Quellen & Recherchestand

Recherchiert: 2026-10-17