Alle Infografiken

Erklären gelingt. Nachfragen seltener.

Eine gute Erklärung verrät noch nicht, was beim Gegenüber angekommen ist.

Von Lucca Spohn · 2026-10-10

Zwei getrennte horizontale Balken mit gleichem Nenner: 15 von 28 pädagogischen Fachpersonen erreichten beim Veranschaulichen mit Beispielen die höchste Rubrikstufe, 4 von 28 beim Erfragen des Denkens. Die Balken zeigen 15/28 und 4/28 einer gleich langen Skala. Risographische Hände verweisen auf Erklären und Gespräch. Einmalige Mathematiksimulation im Primarschulkontext, kein Wirksamkeitsnachweis. Quelle: Halder et al., AIME-Con, Oktober 2026. Originalmarke Digitales Pausenbrot oben rechts.
Zum Vergrössern auf die Infografik klicken.

In einer kleinen Studie führten 28 pädagogische Fachpersonen ein Mathematikgespräch mit einem simulierten KI-Schüler. Beim Veranschaulichen erreichten 15 die höchste Bewertungsstufe, beim Erfragen seines Denkens nur vier.

Das ist kein Urteil über die Qualität unserer Schulen. Untersucht wurde eine einzige Simulation im Primarschulkontext. Ob das Üben mit KI den Unterricht verbessert, lässt sich daraus nicht ablesen.

Interessant finde ich den Blickwechsel: Normalerweise prüfen wir, wie gut die KI antwortet. Hier wird sichtbar, welche Gelegenheiten wir dem Gegenüber geben, seinen Gedankengang zu erklären.

Für die Vorbereitung eines Übungsgesprächs würde ich deshalb eine konkrete Frage festhalten: Woran kann ich erkennen, warum die Antwort zustande kommt? Eine weitere Erklärung von mir beantwortet das noch nicht.

Quellen & Recherchestand

Recherchiert: 2026-10-10