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Erst fragen. Dann fortbilden.

Am Ende der Fortbildung dürfen alle sagen, was gefehlt hat. Warum erst dann?

Von Lucca Spohn · 2026-10-09

Zwei Ablaufspalten veranschaulichen eine veränderte Planungsperspektive aus einer US-Fallstudie. Bisheriger Schwerpunkt: Kurs planen, Kurs durchführen, Rückmeldung einholen. Erweiterter Ansatz: zuerst Bedarf erfragen, danach Kurs planen, Kurs durchführen und weiterhin Rückmeldung einholen. Rote Kästen betonen den Zeitpunkt des Zuhörens. Titel: Erst fragen. Dann fortbilden. Untertitel: Lehrpersonen vor der Planung beteiligen. Der Fuss nennt den US-Einzelfall und stellt klar: Keine Lernwirkung nachgewiesen. Schematische Illustration nach Navarrete-Burks und Albrecht vom 08.10.2026, Originalmarke oben rechts.
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Ein Rückmeldebogen nach dem Kurs ist sinnvoll. Er kann aber an der Frage vorbeigehen, ob überhaupt das richtige Problem auf dem Programm stand.

Eine neue US-Fallstudie beschreibt genau diesen Perspektivwechsel. Eine Verantwortliche für den naturwissenschaftlichen Unterricht hatte Lehrpersonen vor allem nach Fortbildungen befragt. Gemeinsam mit Forschenden entwickelte sie eine Befragung, die Bedürfnisse und Unterrichtsvorstellungen schon für die Planung sichtbar machen sollte.

Untersucht wurden ihre Reflexionen und die Entwürfe des Fragebogens. Die Studie zeigt damit, wie sich ihre Sicht auf die Planung veränderte. Sie weist weder besseren Unterricht noch Lernfortschritte nach; die Antworten der Lehrpersonen wurden von den Forschenden nicht selbst ausgewertet.

Trotzdem steckt darin ein brauchbarer Anstoss: Bevor das nächste Fortbildungsprogramm gebucht wird, sollten Lehrpersonen benennen können, woran sie im Unterricht gerade hängen bleiben. Daraus muss nicht jede gewünschte Veranstaltung entstehen. Aber die Planung sollte erklären können, welche dieser Schwierigkeiten sie aufgreift.

Quellen & Recherchestand

Recherchiert: 2026-10-09