KI lernen: zwei Profile
Die einen wollen in der KI-Fortbildung endlich an eigenen Aufgaben arbeiten. Die anderen brauchen erst einmal jemanden, der mit ihnen anfängt.
Von Lucca Spohn · 2026-10-09

Beides muss Platz haben. Ein gemeinsamer Werkzeugrundgang wird diesen unterschiedlichen Bedürfnissen kaum gerecht.
Eine neue Befragung von 213 Lehrpersonen in der Türkei gibt dazu einen Anhaltspunkt. Die Forschenden fanden zwei Gruppen: Die einen berichteten durchgehend mehr Strategien für ihr eigenes Lernen, die anderen weniger. Dazu gehörten das Planen, das Beobachten des eigenen Fortschritts und das Hilfeholen. Auch die wahrgenommene Unterstützung durch die Institution unterschied sich.
Das sind keine festen Lehrpersonen-Typen. Die Teilnahme war freiwillig, die Angaben stammen von den Befragten selbst. Welche Fortbildung besser funktioniert, wurde damit nicht getestet.
Trotzdem lässt sich daraus eine sinnvolle Planungsfrage ableiten: Wer braucht beim nächsten Termin welche Begleitung? Ich würde den begleiteten Einstieg und die Arbeit an eigenen Fragen beide anbieten. Und den Wechsel offenlassen. Wer heute selbstständig arbeitet, kann morgen bei einer anderen Aufgabe Unterstützung brauchen.
Quellen & Recherchestand
Recherchiert: 2026-10-09
- Teachers’ self-regulated learning profiles in artificial intelligence contexts: implications for differentiated professional development
Veröffentlicht: 2026-10-07 · Erhebung: nicht angegeben