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Material genannt. Material genutzt?

Im Unterrichtsplan steht das Material. Auf dem Tisch liegt es noch lange nicht.

Von Lucca Spohn · 2026-10-09

Infografik mit zwei getrennten Papierfeldern. Oben: Befragung von 97 Mathematiklehrpersonen, 85,6 bis 96,9 Prozent berichten Materialeinsatz, je nach einem von 13 Themen. Unten: Unterrichtsbesuche bei 16 Lehrpersonen, je eine Lektion; zwei nutzten Material. Ein Raster aus 16 gleich grossen Quadraten markiert diese zwei rot, die übrigen 14 blau-grau. Hinweis: Unterschiedliche Bezugszeiträume, kein direkter Quotenvergleich. Kontext Amansie Central, Ghana, Schuljahr 2024/25. Die Originalmarke steht oben rechts.
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Papierstreifen, Würfel, ausgeschnittene Formen: Man kann gut begründen, warum sie in eine Mathelektion gehören. Ob sie dort tatsächlich zum Einsatz kommen, ist eine andere Frage.

Eine neue Studie aus einem Distrikt in Ghana hat beides angeschaut. Von 97 befragten Mathematiklehrpersonen berichteten je nach Thema rund 86 bis 97 Prozent, Material einzusetzen. Bei den Unterrichtsbesuchen nutzten es zwei von 16 beobachteten Lehrpersonen.

Diese Zahlen sind kein Lügennachweis. Gefragt wurde nach der Nutzung bei ganzen Themen, beobachtet jeweils nur eine Lektion. Auch die kleine Auswahl bildet nicht den gesamten Unterricht ab. In Interviews nannten Lehrpersonen fehlendes Material und Zeit als Hindernisse.

Mich interessiert daran, woran wir Unterrichtsentwicklung festmachen. Ein ausgefüllter Plan kann sauber aussehen, während die praktische Hürde bleibt. Wer Materialeinsatz fördern will, sollte mit Lehrpersonen an einer konkreten Lektion klären, was bereitliegt, was vorbereitet werden muss und wo es im Ablauf gebraucht wird.

Die Studie beschreibt einen lokalen Befund, keine Quote für unsere Schulen.

Quellen & Recherchestand

Recherchiert: 2026-10-09