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Viele Antworten. Wenig Vielfalt.

Hundert KI-Antworten ersetzen noch keine hundert unterschiedlichen Köpfe.

Von Lucca Spohn · 2026-10-12

Papiercollage mit zwei Feldern gleich vieler Antwortkarten. Im Feld «Echte Antworten» unterscheiden sich Linienmuster stärker. Im Feld «KI-Antworten» wiederholen sich ähnliche Muster. Die Karten sind eine schematische Darstellung, keine Originalantworten und kein Mengenmass. Aussage: In einer untersuchten Aufgabe blieb die KI-Sammlung weniger vielfältig. Originalmarke Digitales Pausenbrot am unteren Rand.
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Für die Vorbereitung ist die Idee verlockend: Die KI spielt verschiedene Lernende, beantwortet eine Aufgabe und zeigt uns mögliche Reaktionen. Nur kann eine grosse Sammlung viel gleichförmiger sein, als sie aussieht.

In einer neuen Untersuchung mit Antworten von 100 Testpersonen konnten drei Sprachmodelle typische Antworten recht gut nachbilden. Die Vielfalt der echten Antworten erreichten sie aber auch mit verbesserten Verfahren nicht.

Die Grenze ist eng: Geprüft wurde eine zurückgehaltene Aufgabe zu zwischenmenschlichen Situationen aus einem Hochschulassessment. Gemessen wurde sprachlich-inhaltliche Ähnlichkeit mit einem Modellverfahren. Ob Menschen dieselben Unterschiede wahrnehmen oder dieselbe Note geben würden, ist damit nicht geklärt.

Für den Unterricht würde ich solche Simulationen als Ideenquelle nutzen. Einen Erwartungshorizont nur daraus abzuleiten, wäre mir zu wenig. Gerade die unerwartete Deutung, der halbrichtige Gedanke und der Umweg können fehlen, auf die ich beim Besprechen eingehen muss.

KI-Beispiele helfen beim Vorbereiten. Welche Antworten wirklich vorkommen, zeigt erst die Arbeit der Lernenden.

Quellen & Recherchestand

Recherchiert: 2026-10-12