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Zeit gewonnen. Kaum genutzt.

49 Minuten weniger Vorbereitung pro Woche. Das klingt nach einem Werkzeug, das man gern wieder öffnet. Im Versuch nahm die Nutzung trotzdem ab.

Von Lucca Spohn · 2026-10-09

Zwei getrennte Datenpanels im Risograph-Stil. Oben: Vorbereitungszeit als Index mit Vergleichsgruppe 100 und Aila-Gruppe 76; 24 Prozent weniger. Unten: rund 7 Prozent der Lektionen pro Woche in der Aila-Gruppe mit Aila geplant. Die Restfläche ist keine Aussage zur Nutzung anderer KI. England, Herbst 2025, primäre Auswertung 416 Lehrpersonen an 106 Primarschulen. Schlussfolgerung: Zeitgewinn allein macht noch keinen Alltag.
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Aila erstellt neue Unterrichtspläne. Viele der beteiligten Lehrpersonen wollten aber vor allem ihr vorhandenes Material anpassen. Genau dieser Unterschied ist für die Einführung eines Werkzeugs entscheidend: Was bringt es uns bei der Arbeit, die tatsächlich ansteht?

Die englische Untersuchung liefert beides: einen Zeitgewinn gegenüber der Vergleichsgruppe und eine geringe Nutzung. In einer durchschnittlichen Woche plante die Aila-Gruppe rund 7 % ihrer Lektionen damit. Die beurteilten Materialien waren nicht schlechter.

Das Ergebnis stammt aus einem randomisierten Versuch über zehn Wochen im Herbst 2025. Ausgewertet wurden 416 Lehrpersonen aus 106 Primarschulen. Auch die Vergleichsgruppe durfte andere KI-Werkzeuge nutzen. Ob die Kinder mehr lernten, wurde nicht gemessen.

Ich würde vor der nächsten Einführung eine vorhandene Planung auf den Tisch legen. Daran muss sich zeigen, welche Arbeit uns das Werkzeug abnimmt und was wir hinterher noch überarbeiten müssen.

Quellen & Recherchestand

Recherchiert: 2026-10-09